13-07-05
Mit dem Zweirad durch Pakistan
Die Satteltaschen sind gepackt! Diesmal werden sie nicht von Pferden, sondern von Fahrraedern getragen. Wir sind in Pakistan und radeln entlang des Karakorum-Highways von Islamabad nach Kashgar (China). Unterwegs wollen wir ein paar Abstecher in die Seitentaeler zu den hoechsten Bergen der Welt unternehmen.
Auch wenn wir die 8000er wie den “K2“ oder “Nanga Parbat“ nicht selber besteigen, wollen wir zumindest einen Blick darauf werfen und intensiv in die Natur eintauchen. Schliesslich wird es Zeit, Zelt und Kocher wiedermal zu benutzen.
Bis anhin waren wir mit allem moeglichen unterwegs, nur nicht mit Fahrraedern. Zuerst musste also noch ein fahrbarer Untersatz her. Auf dem Basar klapperten wir alle moeglichen Geschaefte ab. Schnell kristallisierte sich heraus, dass die einzigen Optionen ein pakistanischer Eingaenger oder ein chinesisches Mountainbike sind. Der Eingaenger ist zwar sehr robust, doch der Karakorum-Highway ziemlich steil, und so entscheiden wir uns schliesslich zu Gunsten des chinesischen Modells... Nach diversen Aenderungen (Auswechseln von Schaltung, Bremse, Pedal, Felgen, Pneus, Sattel und Gepaecktraeger) sind wir den Umstaenden entsprechend zufrieden und haben aus dem auf dem Markt erhaeltlichen das Optimum rausgeholt. Man muss dazu sagen, dass das Fahrrad lediglich 100 Schweizer Franken kostet und auch bestimmt nicht mehr Wert ist. Als sich Migg fuer eine letzte Testfahrt auf den Sattel schwingt, meint der Verkaeufer stolz zu Caroline: “Believe me, now you have the best bike!“, worauf Caroline freundlich laechelt und nickt. Kurz darauf kommt Migg mit einer gebrochenen Kette in der Hand zurueck. Soviel also zur Qualitaet unserer Bikes. Wir sind schon jetzt gespannt, wie weit wir mit ihnen kommen! Vorsichtshalber haben wir uns mit diversen Ersatzteilen eingedeckt.
Als naechstes mussten vernuenftige Packtaschen her. Zusammen mit dem Einheimischen Javid, der einen kleinen Trekkingladen fuehrt (den wohl einzigen in ganz Pakistan), entwickeln wir Velotaschen und lassen dabei unsere Erfahrungen von den Pferdetaschen in der Mongolei einfliessen.
Nun kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Oder? Bleibt nur zu hoffen, dass wir von den Kids auf der Strasse nicht gesteinigt werden und wir nicht allzuviel Geld fuer irgendwelche Trekkings abliefern muessen. In ein paar Wochen werdet ihr’s wissen!